Silvester in Marokko
Der 31. Dezember ist in Marokko kein Volksfest wie in Europa. Der 1. Januar ist zwar gesetzlicher Feiertag, aber viele marokkanische Familien feiern den Jahreswechsel zu Hause, und ob man ihn überhaupt feiern sollte, wird im Land jedes Jahr diskutiert. Die großen Feiern an Silvester finden in Hotels, Restaurants und Clubs statt.

Bonani
Die Silvesternacht heißt in Marokko umgangssprachlich Bonani, vom französischen „bonne année“. Dazu gehört die Bonani-Torte, die Bäckereien jedes Jahr zum Jahresende verkaufen, ein Erbe des französischen Einflusses. An der Tafel stehen oft Meeresfrüchte und Honiggebäck.
Mehrere Neujahrsfeste
In Marokko gibt es mehr als einen Jahreswechsel:
Das gregorianische Neujahr am 1. Januar, gesetzlicher Feiertag.
Das islamische Neujahr am 1. Muharram, das jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt.
Yennayer, das Neujahr der Amazigh, am 14. Januar. Seit 2024 ist es gesetzlicher, bezahlter Feiertag.
Wer bis Mitte Januar bleibt, erlebt also noch ein zweites Neujahr.
Ein gutes neues Jahr wünschen
Bonne année! Französisch, wird überall verstanden.
Sana saïda! Marokkanisches Arabisch, Darija, für „gutes Jahr“.
Kul 'am wa antum bikhayr! Hocharabisch, wörtlich „jedes Jahr und Ihnen geht es gut“, der klassische Festtagsgruß.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Marokko üblich, in Restaurants, im Riad, bei Guides und Fahrern. Feste amtliche Richtwerte gibt es nicht. Das Auswärtige Amt warnt allerdings vor Trinkgeldfallen, etwa wenn Fremde ungefragt den Weg zeigen und danach Geld verlangen. Geben Sie Trinkgeld für Leistungen, um die Sie gebeten haben, und halten Sie dafür kleine Scheine bereit.
Nicht Silvester
Auf dem Jemaa el-Fna werden Tiere zum Fotografieren angeboten, etwa bei Schlangenbeschwörern. Tierschützer kritisieren das. Wer für ein Foto zahlt, finanziert es mit.