Bräuche, Grüße und Trinkgeld

Silvester in Marokko

Der 31. Dezember ist in Marokko kein Volksfest wie in Europa. Der 1. Januar ist zwar gesetzlicher Feiertag, aber viele marokkanische Familien feiern den Jahreswechsel zu Hause, und ob man ihn überhaupt feiern sollte, wird im Land jedes Jahr diskutiert. Die großen Feiern an Silvester finden in Hotels, Restaurants und Clubs statt.

Ein Markt in Marrakesch mit Obst und Händlern
Auf den Märkten der Medina geht der Alltag auch an Silvester weiter.

Bonani

Die Silvesternacht heißt in Marokko umgangssprachlich Bonani, vom französischen „bonne année“. Dazu gehört die Bonani-Torte, die Bäckereien jedes Jahr zum Jahresende verkaufen, ein Erbe des französischen Einflusses. An der Tafel stehen oft Meeresfrüchte und Honiggebäck.

Mehrere Neujahrsfeste

In Marokko gibt es mehr als einen Jahreswechsel:

Wer bis Mitte Januar bleibt, erlebt also noch ein zweites Neujahr.

Ein gutes neues Jahr wünschen

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Marokko üblich, in Restaurants, im Riad, bei Guides und Fahrern. Feste amtliche Richtwerte gibt es nicht. Das Auswärtige Amt warnt allerdings vor Trinkgeldfallen, etwa wenn Fremde ungefragt den Weg zeigen und danach Geld verlangen. Geben Sie Trinkgeld für Leistungen, um die Sie gebeten haben, und halten Sie dafür kleine Scheine bereit.

Nicht Silvester

Auf dem Jemaa el-Fna werden Tiere zum Fotografieren angeboten, etwa bei Schlangenbeschwörern. Tierschützer kritisieren das. Wer für ein Foto zahlt, finanziert es mit.